Fachliteratur zu Schiffsfonds

Die ersten gemeinsamen Investitionen durch verschiedene Kaufleute in ein Schiff gehen auf eine Zeit zurück, in welcher der Seehandel noch ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang und vielen Wagnissen darstellte. Plötzlicher Ruin im Falle des Untergangs und horrende Gewinne, die Reichtum versprachen, winkten am Ende. Auch heutzutage stellen Schiffsfonds eine attraktive Renditemöglichkeit dar.

Wurde dieses Metier über die letzten Jahrzehnte noch mit hohen Verlustzuweisungen in Zusammenhang gebracht, so ist aus Schiffsbeteiligungen wieder eine attraktive Anlagemöglichkeit geworden. Unternehmer, die renditeorientiert anlegen möchten, sind mit Schifffonds nicht schlecht beraten.

shippingGut beraten ist man auch mit dem 128 Seiten langen Werk “Schiffsbeteiligungen – unter Aspekten der Renditeorientierung“ von Markus Volk. Dieses Fachbuch geht auf eine Diplomarbeit zurück und beleuchtet das Thema der Schiffsbeteiligungen vom Blickwinkel des Anlegers aus. Wie der Titel schon sagt, werden dabei vor allem die Möglichkeiten zur Renditeoptimierung ausgelotet.

Dank der unterschiedlichen Schiffstypen, die alle ihre eigenen Chartermärkte und Risikofaktoren aufweisen, sind Schiffsbeteiligungen in unterschiedlichstem Umfang möglich. Im Buch vom Markus Volk werden diese verschiedenen Schiffstypen technisch und wirtschaftlich betrachtet. Die Rechtslage für Investoren wird erklärt. Dies umfasst die strukturellen Gegebenheiten einer Beteiligung. Die für den Investor bedeutsamen Einflussfaktoren und Beteiligten an einem geschlossenen Fonds werden auf Ausführlichste dargestellt. Ferner geht das Buch auf steuerliche Aspekte und prognostizierte Umsätze ein. Dabei geht es in erster Linie natürlich wieder um die erzielbare Rendite. In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung von Vor- und Nach-Steuer-Rendite für Investoren mit unterschiedlichen persönlichen Steuersätzen dargestellt. Auch individuelle Faktoren wie die unterschiedlichen Risikoneigungen und Anlageziele werden dabei berücksichtigt. So kann auch der angehende Anleger bei der großen Flut von Angeboten die Übersicht waren. Allein hier in Deutschland gibt es eine Vielzahl namhafter Anbieter ( Lloyd Fonds, MPC Capital etc.)

Das Buch erörtert auch die denkbaren Probleme, die sich ergeben können. Diese beziehen sich vor allem auf die langfristigen Laufzeiten und die Ausstiegsproblematik bei geschlossenen Fonds. Es werden Möglichkeiten der Verkürzung des Investitionszeitraumes sowie die vorzeitige Veräußerung der Anlagen erklärt. Entsprechend werden auch die Unterschiede im sogenannten Zweitmarkt und der Sachverhalt bei Klärung des Ausstiegs vor der Investitionsentscheidung angeführt. Eine umfangreiche Checkliste im Anhang gibt dem geneigten Leser einen Leitfaden für sinnvolle Investitionen in die Hand. Diese mag zwar im Einzelfall nicht absolut maßgebend sein, kann aber beim Vergleich mehrerer Beteiligungsmöglichkeiten wertvolle Anhaltspunkte liefern.

Das Buch erschien 2006 im CT-Salzwasserverlag und kann als fundierte Grundlage, sei es im Studium, zum Nachschlagen oder für den Fachmann, geeignet. Das Werk von Markus Volk entstammt der Reihe “Studien 2005“. Dabei handelt es sich um Studienarbeiten erster Güte aus dem Jahre 2005. Auf Grundlage neuester Erkenntnisse und gegenwärtiger Diskussionen entstanden diese Bücher. Die Idee, diese exzellenten Studienarbeiten, geschrieben von engagierten und jungen Köpfen, in Buchform zu bringen, geht auf Herrn Björn Bedey zurück. Björn Bedey ist der Herausgeber und hat diese Reihe nach persönlichem Befinden zusammengestellt. Ziel der Reihe ist es, dem Fachmann sowie auch dem Interessierten Einblick in Studienerzeugnisse zu gewähren, der so nicht ohne Weiteres möglich wäre.